Ärzte Zeitung, 26.04.2012

Chirurgen warnen vor Ferndiagnosen

BERLIN (ava). Die Anzahl an Bandscheibenoperationen in Deutschland ist innerhalb von fünf Jahren um 43 Prozent gestiegen.

Doch eine Operation sei oft erst notwendig, wenn die Blasenfunktion gestört ist oder Lähmungen auftreten, so Experten auf dem Chirurgenkongress in Berlin.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) warnen vor Ferndiagnosen bei Bandscheibenproblemen.

Anbieter stellen diese im Internet oft gegen Vorkasse in Aussicht. "Ein Bandscheibenvorfall kann nicht allein aufgrund von Bildern beurteilt werden", betont Professor Bernd Kladny, Leiter der Sektion Rehabilitation der DGOOC.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »