Ärzte Zeitung online, 19.02.2015

E-Arztbrief

Mehr als 50 Arztnetze wollen testen

BERLIN. Bei niedergelassenen Vertragsärzten scheint die Erprobung des elektronischen Arztbriefes (E-Arztbrief) via KV-Connect auf großes Interesse zu stoßen.

Mehr als 50 Arztnetze haben nach Angaben der KBV-Tochtergesellschaft KV Telematik GmbH (KVTG) bereits Starterpakete für den anstehenden Feldversuch bestellt.

„Die große Nachfrage der Ärzte unterstreicht, wie wichtig diese Anwendung für ihre tägliche Arbeit ist“, betont KVTG-Geschäftsführer Dr. Florian Fuhrmann und fügt hinzu: „Mit der Arzt-zu-Arzt-Kommunikation via KV-Connect nutzen die Mediziner die etablierte digitale Infrastruktur der Kassenärztlichen Vereinigungen, das SNK.“ (Anm. der Redaktion: SNK meint nichts anderes als das bekannte KV Safe-Net).

Wie die KVTG hinweist, würden die Anwendungen im SNK auch in der zukünftig geplanten Telematikinfrastruktur (TI) der gematik, der Betreibergesellschaft der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), dauerhaft verfügbar sein.

KV-Connect beispielsweise werde in den Testregionen der eGK im Zusammenhang mit der qualifizierten elektronischen Signatur sogar explizit erprobt.

Im Zuge des anstehenden E-Health-Gesetzes sollen auch niedergelassene Vertragsärzte vom E-Arztbrief profitieren. Ab 2016 ist eine Förderung dieser Anwendung vorgesehen. (maw)

Topics
Schlagworte
Telemedizin (2583)
Praxis-EDV (4227)
Organisationen
KBV (7285)
Personen
Florian Fuhrmann (23)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »