Ärzte Zeitung, 15.12.2016
 

Telemedizin

Telekonsil bei Röntgen und CT ab April im EBM

Das radiologische Telekonsil wird zum 1. April 2017 in den EBM aufgenommen. Damit setzt die Selbstverwaltung Vorgaben aus dem E-Health-Gesetz um.

BERLIN. Der Bewertungsausschuss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband erledigt die Hausaufgaben aus dem E-Health-Gesetz weiterhin pünktlich. Zum 1. April 2017 wird nach aktuellem Beschluss vom vergangenen Montag ein neuer Abschnitt 34.8 in das radiologische Kapitel des EBM aufgenommen: Telekonsiliarische Befundbeurteilungen von Röntgen- und CT-Aufnahmen (Telekonsil).

Berechnungsfähig sind die Leistungen des Abschnitts unter anderem nur, wenn die bereits vereinbarten technischen Anforderungen (Anlage 31a zum Bundesmantelvertrag) erfüllt sind und wenn besonders komplexe medizinische Fragestellungen vorliegen, die eine telekonsiliarische Zweitbefundung erforderlich machen.

Die Leistungen werden aufgegliedert in einen technischen Teil – also die elektronische Übermittlung der Daten (EBM-Nr. 34800, 91 Punkte) – und in den Teil der eigentlichen telekonsiliarischen Befundbeurteilung bei Röntgenaufnahmen (EBM-Nr. 34810, 110 Punkte) sowie bei CT-Aufnahmen (34820, 276 Punkte, und 34821, 389 Punkte).

Die elektronische Beauftragung ist mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen, die über den elektronischen Heilberufeausweis erfolgt. Die Höhe der Bewertung der Leistungen soll nochmals überprüft werden, wenn eine Vereinbarung zur Finanzierung der Kosten der Telematikinfrastruktur vorliegt. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »