Ärzte Zeitung online, 11.05.2017
 

E-Health

Apple steigt mit Übernahme ins Bett der Nutzer

Apple hat Gesundheit als einen Schwerpunkt für sein Geschäft ausgemacht. Jetzt kauft der Konzern eine Firma, die Schlaf-Tracker produziert.

CUPERTINO. Der US-amerikanische Technologiekonzern Apple stößt mit dem Kauf eines Spezialisten für die Erfassung von Schlafdaten tiefer ins Gesundheitsgeschäft vor. Das Start-up Beddit aus Finnland hat ein Band mit Sensoren entwickelt, das unter dem Bettlaken platziert wird, mit dazugehöriger App für Apples Smartphone, dem iPhone.

Beddit ermittelt die Schlafqualität und misst dafür Vitaldaten wie Puls, Atemfrequenz, Dauer der verschiedenen Schlafphasen sowie Temperatur und Feuchtigkeit im Raum. Die Smartphone-App kann mit Zustimmung des Besitzers zusätzlich das Handy-Mikrofon nutzen, um festzustellen, ob er schnarcht.

Beddit gab auf der Website – ohne weitere Details zu nennen – bekannt, dass die Firma von Apple gekauft worden ist. Der iPhone-Konzern hat Gesundheit und Fitness bereits vor Jahren als einen Schwerpunkt-Bereich ausgemacht und richtete unter anderem die Computer-Uhr Apple Watch darauf aus (wir berichteten). Der Akku der Uhr muss allerdings täglich oder mindestens jeden zweiten Tag aufgeladen werden – und die meisten Nutzer erledigen dies gerade in der Nacht. Mehrere Start-ups wie Beddit versuchten, diese Datenlücke auszufüllen.

Über Apples "Health"-App können Nutzer von Geräten des Konzerns zudem an Gesundheitsstudien teilnehmen. Der Technologieriese aus Kalifornien arbeitet laut Medienberichten ursprünglich ebenfalls daran, medizinische Sensoren beispielsweise zur Blutzuckermessung in die Uhr zu integrieren. Die Werte korrekt auf er Hautoberfläche zu ermitteln, sei aber eine große technologische Herausforderung. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »