Ärzte Zeitung online, 04.09.2017

Videokonferenzen

Telemedizin-Testlauf für Projekt in NRW

KÖLN.Das sektorübergreifende telemedizinische Netzwerk TELnet@NRW nimmt Gestalt an: Nach Schaffung der technischen, wissenschaftlichen und personellen Voraussetzungen sollen die E-Visiten in den Bereichen Intensivmedizin und Infektiologie nun im Versorgungsalltag erprobt werden. An dem auf drei Jahre angelegten Projekt beteiligen sich die Universitätskliniken Aachen und Münster, 17 weitere Krankenhäuser, die Techniker Krankenkasse (TK) und die Ärztenetze "GKS Köln-Süd" und "Medizin und Mehr" aus Bünde. TELnet@NRW wird mit 20 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds gefördert. Geplant ist die Versorgung von 40.000 Patienten, die über die sichere Video-Kommunikation von Haus-, Fach- und Klinikärzten und den geschützten Datenaustausch schnellen Zugang zu infektiologischer und intensivmedizinischer Expertise erhalten sollen. "In der Intensivmedizin ist eine rasche Diagnose und Therapie oft lebensrettend für die Patienten", sagt Projektleiter Professor Gernot Marx von der Uniklinik Aachen. Der Leiter der TK in NRW Günter van Aalst fordert einen millionenschweren Fördertopf für E-Health-Projekte. Die Förderung durch den Innovationsfonds sei ein guter Einstieg, reiche aber nicht, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen konsequent und dauerhaft zu etablieren.(iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

jameda muss Arztprofil löschen - Das ist die Urteilsbegründung

Urteil des Bundesgerichtshofs zum Arzt-Bewertungsportal jameda: Am Dienstag entschieden die Karsruher Richter zugunsten einer klagenden Ärztin. Ihr Profil muss gelöscht werden - die Richter schränken ihr Urteil allerdings ein. mehr »

Wann Bergsteigen fürs Herz schädlich ist – und wann nicht

Forscher haben Studien zu herzkranken Bergsteigern ausgewertet und geben Tipps, was Ärzte bei welcher Krankheit beachten müssen. mehr »

Deutlich mehr Masernfälle in Europa

In der Europäischen Region der WHO gab es 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. mehr »