Ärzte Zeitung, 06.10.2008

Bank haftet nicht für Zertifikate

Anwaltskanzlei: Eher kein Ersatz bei Verlusten

NEU-ISENBURG (reh). Inhaber von Zertifikaten, die im Rahmen der Finanzkrise große Verluste hinnehmen mussten und nicht rechtzeitig von ihrer Bank informiert wurden, sollten nicht allzu sehr auf Schadenersatz hoffen. So die Einschätzung der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei TILP Rechtsanwälte in Kirchentellinsfurt.

Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Az.: XI ZR 63/05) würden sich selbst bei Bestehen eines Beratungsvertrages "keine fortdauernden Überwachungs- und Beratungspflichten" der Bank hinsichtlich der von ihr empfohlenen Wertpapiere ergeben. Laut einem anderen BGH-Urteil aus 1993 (Az.: XI ZR 12/93) sei es sogar fraglich, ob Anleger darüber aufzuklären sind, dass ein Emittent auch einmal pleite gehen kann.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10802)
Recht (12660)
Organisationen
BGH (985)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »