Ärzte Zeitung online, 22.12.2008
 

Änderungen beim GKV-Krankengeld geplant

NEU-ISENBURG (eb). Beim Krankengeld für Freiberufler und Selbständige, die freiwillig in der GKV krankenversichert sind, stehen wieder Änderungen an. Der Bundesverband der freien Berufe (BFB) begrüßte entsprechende Pläne des Bundesgesundheitsministeriums.

Bislang ist die Rechtslage so, dass niedergelassene Ärzte, die freiwillig Mitglied in der GKV sind, ab 1. Januar 2009 nicht mehr automatisch Krankengeld erhalten. Sie müssen sich ab diesem Zeitpunkt den Schutz gegen eine Zusatzprämie erkaufen - entweder über Wahltarife der Kassen oder über eine Krankentagegeld-Versicherung bei einem Privatversicherer.

Weil viele Kassen aber nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nicht ausreichend entsprechende Wahltarife angeboten haben, plant die Regierung nun Änderungen. So sollen Freiberufler zum Beispiel nicht - wie bisher vorgesehen - für drei Jahre an den Wahltarif einer Kasse gebunden sein.

Der BFB begrüßte das Änderungsvorhaben der Regierung. Die neuen Pläne müssten schnellstens umgesetzt und vor allem zeitnah und offen an die betroffenen Kreise kommuniziert werden. "Mit Blick auf den Kalender kommt die Einsicht zwar spät, aber immerhin", so BFB-Hauptgeschäftsführer Arno Metzler.

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