Ärzte Zeitung online, 04.08.2009

Abwrackprämien-Topf kurz vor Bundestagswahl leer

REGENSBURG/NÜRNBERG(dpa). Der Abwrackprämien-Topf der Bundesregierung wird nach Erkenntnissen von Regensburger Wissenschaftlern kurz vor der Bundestagswahl ausgeschöpft sein. Derzeit reiche das Geld noch für rund 300 000 Anträge; die letzten der dann insgesamt zwei Millionen Anträge dürften mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen dem 21. und 25. September beim Bundesamt für Wirtschaft eingehen, prognostizierten die Ökonomen Christian Hutter und Enzo Weber.

Damit ende das Sonderprogramm der Bundesregierung zur Ankurbelung des Autoabsatzes unmittelbar vor dem Wahltag am 27. September.

Dennoch bestehe eine gewisse Chance, dass auch später eingereichte Anträge noch zum Zuge kommen, gaben die beiden Wissenschaftler zu bedenken. Denn möglicherweise werde das Bundesamt manche Anträge ablehnen und deswegen auch Anträge über die Zwei-Millionen-Grenze hinaus zulassen.

Wie viele das sein könnten, sei derzeit aber unklar, betonten die Regensburger Forscher. Auf keinen Fall sollten Bürger vorschnell handeln, sondern genau überlegen, ob die Abwrackprämie für sie sinnvoll sei, betonten Hutter und Weber. Derzeit sind nach ihren Erkenntnissen bereits 1,7 Millionen Anträge auf die Abwrackprämie gestellt worden.

Die Abwrackprämie beträgt 2500 Euro. Die Bundesregierung hat dafür fünf Milliarden Euro bereitgestellt. Die Prämie erhalten Neuwagenkäufer, die ihr mindestens zehn Jahre altes Auto verschrotten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn bringt TSVG im Kabinett auf den Weg

13.25 hDas Kabinett hat heute Morgen den Entwurf des TSVG durchgewunken – mit einigen Änderungen – auch zugunsten der Ärzte. mehr »

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »