Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

Gesetzeslücken fördern Korruption auch im Gesundheitswesen

GIEßEN (dpa). Gesetzeslücken sowie zu wenig Personal bei Staatsanwalt und Polizei öffnen nach Ansicht von Experten der Korruption in Deutschland Tür und Tor - auch im Gesundheitswesen.

Zu diesem Ergebnis ist am Freitag in Gießen die Fachtagung der Kriminologischen Gesellschaft zum Thema Wirtschaftskriminalität gekommen. So blieben weite Teile der freien Berufe - etwa im Gesundheitssystem - sowie der Profisport in wichtigen Gesetzen zur Korruptionsbekämpfung unberücksichtigt, sagte Matthias Braasch von der Universität Gießen. Außerdem ist die Aufdeckung korrupter Sachverhalte weitgehend zufällig. In den vergangen Jahren habe es deutschlandweit stets nur wenige Dutzend Verurteilungen wegen Bestechung oder Vorteilsannahme gegeben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »