Ärzte Zeitung online, 27.11.2009

Sozialabgaben für Gutverdiener steigen

BERLIN (dpa). Gut- und Besserverdiener werden im kommenden Jahr monatlich etwa 18 Euro mehr an Sozialabgaben zahlen müssen. Das bringt die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen mit sich, die der Bundesrat am Freitag in Berlin billigte.

Die Grenzen werden jährlich entsprechend der Entwicklung der Einkommen angepasst. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt damit Anfang 2010 die für die Sozialabgaben maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze um jeweils 100 Euro auf monatlich 5500 Euro im Westen und 4650 Euro im Osten.

In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung wird die Grenze bundesweit einheitlich um 75 Euro auf 3750 Euro nach oben verschoben. Oberhalb dieser Beträge werden keine Sozialabgaben auf das Einkommen fällig.

Für einen Beschäftigten mit Kindern und einem Monatsbruttogehalt von 5500 Euro folgt aus der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen eine Mehrbelastung von genau 18 Euro im Monat. Für Gutverdienende ohne Kinder liegt der Aufschlag wegen des Zuschlags für Kinderlose in der Pflegeversicherung geringfügig höher.

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