Ärzte Zeitung, 10.12.2009

Milliardenschwere Kapitalreserven im Gesundheitswesen

MÜNCHEN (ava). Im deutschen Gesundheitssystem gibt es ein nicht gehobenes Liquiditätspotenzial von etwa vier Milliarden Euro - acht Prozent mehr als 2005. Das geht aus einer Untersuchung von Siemens Financial Services hervor.

Der Grund: Ärzte und Krankenhäuser wählen nach wie vor bei der Anschaffung medizinischer Ausrüstungen den klassischen Weg: Sie kaufen die Geräte. Durch alternative Methoden der Anlagenfinanzierung wie Leasing oder Mietkauf könnten nach Ansicht von Siemens Financial Services aber dringend benötigte liquide Mittel für andere Investitionen freigesetzt werden.

Die Vergleichszahlen der Siemens-Studie aus Europa: In Frankreich sind 2,6, in Italien 2,4, in Großbritannien 2,1 und in Spanien etwa eine Milliarde Euro Kapital im Gesundheitswesen "ineffizient eingesetzt".

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Komplementärmedizin für Krebskranke tödlich wird

Krebspatienten, die zusätzlich unbewiesene Heilverfahren nutzen, verschlechtern wohl ihre Überlebenschance. Die Erklärung ist nicht in der Komplementärmedizin selbst zu suchen. mehr »

KBV kämpft um Autonomie der Ärzte

Die im TSVG enthaltenen verpflichtenden Mindestsprechzeiten sind der KBV nach wie vor ein Dorn im Auge. Der Vorstand fordert nun die Regierung auf, diesen Passus zu streichen. Und das ist nicht der einzige Änderungsvorschlag. mehr »

Kurskorrektur in der Alzheimerforschung?

Offenbar entzieht sich das Gehirn bei Morbus Alzheimer dem Immunsystem. Checkpoint-Hemmer aus der Krebstherapie könnten dies verhindern. Bei Mäusen klappt das schon. mehr »