Ärzte Zeitung online, 30.12.2009

Umfrage: Probleme bei Kassenfinanzen steigern Generationenkonflikte

BERLIN (dpa). Eine Mehrheit der Bundesbürger befürchtet angesichts einer alternden Gesellschaft und finanzschwachen sozialen Sicherungssystemen eine Verschärfung des Generationenkonflikts. Dies ergab eine am Mittwoch bekanntgewordene Umfrage des ipos-Instituts Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Banken. Sechs von zehn Befragten gehen danach davon aus, dass Finanzierungsprobleme in Renten- und Krankenversicherung zu größeren Konflikten zwischen Jung und Alt führen werden.

Diese Befürchtung ist der Umfrage zufolge in allen Altersgruppen etwa gleich groß. Bisher könne man zwar noch nicht von einem Generationskonflikt sprechen, argumentierte Verbandsvorstand Manfred Weber. Probleme zwischen Jung und Alt spielten in der Öffentlichkeit "eine allenfalls untergeordnete Rolle". Allerdings wiesen die ökonomischen Rahmenbedingungen schon seit längerem auf diese Interessengegensätze hin. Befragt wurden von dem Institut zwischen dem 7. und 17. Dezember insgesamt rund 3500 erwachsene Deutsche am Telefon.

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