Ärzte Zeitung online, 15.02.2010

Arbeitslosigkeit schon für Kinder ein Thema

HAMBURG (dpa). Auch Kinder machen sich Gedanken über Arbeitslosigkeit. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Sechs- bis Zwölfjährigen sorgt sich nach einer repräsentativen Umfrage um den Arbeitsplatz der Eltern.

Die eigene wirtschaftliche Unabhängigkeit im Erwachsenenalter sehen dagegen 82 Prozent der Befragten nicht bedroht, ergab die von der Zeitschrift "Eltern Family" in Auftrag gegebene Befragung von 731 Kindern und ihren Müttern.

Auf die Frage, was sie am meisten beschäftige, wenn sie über die Welt nachdenken, antworteten 60 Prozent, ihnen lägen die vielen armen Kinder am Herzen, denen es nicht gut gehe. Für 44 Prozent sei Arbeitslosigkeit das bewegende Thema. 40 Prozent sorgten sich wegen des Kriegs in Afghanistan. Ebenfalls 40 Prozent der befragten Kinder beschäftigt die Gewalt an Schulen. Der Klimawandel ängstigt rund ein Drittel (32 Prozent). Die beiden hinteren Plätze im Ranking der Kindersorgen belegten die Gewalt im Alltag (19 Prozent) und Atomkraftwerke (14 Prozent).

Fast die Hälfte der Kinder erklärte: "Bei uns wird jetzt mehr gespart." Besonders in den neuen Bundesländern wird aufs Geld geachtet. Hier müssen nach dem Ergebnis der Umfrage nur 29 Prozent ihre Ausgaben derzeit nicht reduzieren. In den alten Bundesländern seien es 37 Prozent. Ausflüge würden im Osten ebenfalls überdurchschnittlich eingeschränkt: Rund ein Viertel der befragten Kinder gab an, dass sie "nicht mehr so oft etwas machen" wie zum Beispiel ins Kino oder ins Schwimmbad gehen. Im Westen berichteten das nur 14 Prozent der Befragten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »