Ärzte Zeitung online, 23.02.2010

Umfrage: Viele Kunden vertrauen Banken nicht

FRANKFURT/MAIN (dpa). Viele Verbraucher vertrauen einer Umfrage zufolge den Banken nicht. Nur jeder fünfte Anleger (21 Prozent) ist der Ansicht, dass die Mitarbeiter in den Filialen ihrer Bank absolut fehlerfrei arbeiten.

Lediglich jeder Vierte (26 Prozent) glaubt, dass sein Geldinstitut hält, was es verspricht. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmens Gallup Deutschland unter 3800 Bankkunden, die am Dienstag in Frankfurt vorgestellt wurde.

Auch im internationalen Vergleich fällt das Gesamturteil der Kunden schlecht aus: In Deutschland sind 39 Prozent der Anleger mit ihrer Geschäftsstelle äußerst zufrieden. In Großbritannien liegt dieser Wert bei 46 Prozent, in den USA sogar bei 69 Prozent.

Das relativ schlechte Abschneiden deutscher Institute ist nach Meinung der Gallup-Experten auch deshalb bedenklich, weil die "oft totgesagte Bankfiliale von den Kunden häufig genutzt" wird: 42 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal pro Monat eine Geschäftsstelle ihrer Bank aufzusuchen.

An eine bestimmte Bank gebunden sind der Umfrage zufolge nur 14 Prozent der Kunden. Am besten schneiden dabei die Genossenschaftsbanken ab (19 Prozent), unterdurchschnittliche Werte bei der Kundenbindung haben Sparkassen (13 Prozent) und Privatbanken (11 Prozent). "Die Ursachen für die geringe Kundenbindung sind in erster Linie hausgemacht. Vor allem in den Geschäftsstellen besteht Verbesserungsbedarf", so die Gallup-Fachleute.

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