Ärzte Zeitung online, 19.05.2010

Sorgen um Regulierungen belasten deutschen Aktienmarkt

FRANKFURT/MAIN (dpa) Nach dem Verbot hoch spekulativer Wetten auf fallende Kurse haben Sorgen um weiter reichende Regulierungen den deutschen Aktienmarkt ins Minus rutschen lassen. Der Leitindex Dax sank um 0,88 Prozent auf 6102 Punkte, nachdem er am Vortag noch 1,47 Prozent zugelegt hatte.

Für den MDax ging es um 0,88 Prozent auf 8247 Punkte runter, der TecDax verlor 0,96 Punkte auf 761 Zähler. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte der Euro, der in der Nacht zwischenzeitlich auf ein Vierjahrestief gesackt war.

Das von der deutschen Finanzaufsicht Bafin beschlossene Verbot ungedeckter Leerverkäufe gilt seit Mitternacht. Es betrifft Staatsanleihen aus der Euro-Zone sowie Aktien von zehn Unternehmen der deutschen Finanzbranche. Dadurch rückten Finanzwerte in den Blickpunkt. Titel der Deutschen Börse gaben um 1,63 Prozent auf 54,35 Euro nach, Allianz-Aktien sanken um 0,62 Prozent auf 84,27 Euro.

Im Plus lagen Papiere der Commerzbank und der Deutschen Postbank. Nach Zahlen verloren Aktien von Air Berlin 1,56 Prozent auf 3,465 Euro. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte im ersten Quartal ihren Verlust ausgeweitet.

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