Ärzte Zeitung, 16.08.2010

Fiskus erkennt bis zu 1250 Euro fürs Arbeitszimmer an

NEU-ISENBURG (reh). Bis zu 1250 Euro, so viel erkennt der Fiskus problemlos als Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer an. Zumindest so lange, bis der Gesetzgeber eine neue Regelung für den steuerlichen Umgang mit den Arbeitszimmern in der privaten Wohnung getroffen hat. Das geht aus einem aktuellen Rundschreiben des Bundesministeriums für Finanzen hervor (BMF Schreiben Nr. IV A 3 - S 0338/07/10010-03).

Grund für das Schreiben ist der erst wenige Wochen alte Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 6. Juli 2010, Az.: 2 BvL 13/09, wir berichteten), mit dem die Karlsruher Richter das seit 2007 geltende Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer für verfassungswidrig erklärt haben.

Bis der Gesetzgeber eine neue Regelung findet, soll laut BMF nun die Festsetzung der Einkommensteuer und die gesonderte Feststellung von Einkünften spätestens ab dem 10. September 2010 bezüglich der Aufwendungen fürs Arbeitszimmer vorläufig erfolgen. Dabei sollen nachgewiesene oder glaubhaft gemachte Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer vorläufig bis zur Höhe von 1250 Euro berücksichtigt werden. Allerdings nur, wenn dem Steuerpflichtigen für seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit neben dem häuslichen Arbeitszimmer kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »