Ärzte Zeitung online, 10.09.2010

Mehrere Dubai-Fonds kündigen Insolvenz an

GÜTERSLOH/BIELEFELD (dpa). Das Gütersloher Investment-Unternehmen ACI hat für mehrere seiner Dubai-Fonds Insolvenz angekündigt. Grund sei der Preisverfall bei Immobilien in Dubai, teilte ACI-Gründer Uwe Lohmann am Donnerstag mit. "Unausweichliche bilanzielle Abschreibungen der Buchwerte der Projekte in Dubai" hätten dann zur Insolvenz geführt.

Was dies für die Anleger bedeute, müsse der Insolvenzverwalter entscheiden. Ein konkretes Datum für die Insolvenzanträge der Dubai-Fonds II bis V nannte Lohmann nicht. Die Fonds VI und VII seien nicht betroffen.

Bisher habe ACI (Alternative Capital Invest) für diese Fonds rund 13,8 Millionen Euro ausgeschüttet, teilte Lohmann mit. Die Bauprojekte, mehrere Hochhäuser in Dubai, seien "in unfertigem Bauzustand". Nach Angaben der Zeitung "Neue Westfälische" unter Berufung auf das Unternehmen hatte ACI rund 70 Millionen Euro Anlegergeld für die Fonds gesammelt.

Unterdessen ermittelt nach einer Anzeige die Staatsanwaltschaft seit Monaten gegen ACI. Der Vorwurf laute Kapitalanlagebetrug, sagte der Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft für Wirtschaftssachen, Klaus Pollmann. Dabei gehe es um Angaben des Unternehmens für die Beteiligung an geschlossenen Immobilienfonds. Die Frage sei, ob Anleger mit unrichtigen Angaben dazu gebracht wurden, sich zu beteiligen. Im Juni hatten die Ermittler die ACI-Geschäftsräume in Gütersloh durchsucht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »