Ärzte Zeitung, 17.12.2010

Bundesrat billigt höhere Tabaksteuer ab 2011

BERLIN (dpa). Raucher müssen im kommenden Jahr noch tiefer in die Tasche greifen. Der Bundesrat hat am Freitag die Anhebung der Tabaksteuer für eine Schachtel Zigaretten bis 2015 jährlich um etwa vier bis acht Cent beschlossen. Damit wird eine Packung mit 19 Zigaretten gängiger Marken bald mehr als 5 Euro kosten.

Allein für 2011 rechnet die Bundesregierung dadurch mit Mehreinnahmen von 200 Millionen Euro. So soll die Lücke im Sparpaket geschlossen werden, die durch Entlastungen der Industrie bei der Ökosteuer entstanden war.

Die Tabaksteuer wird stufenweise angehoben, die erste Erhöhung kommt zum 1. Mai des kommenden Jahres. Besonders stark langt der Fiskus bei selbst gedrehten Zigaretten zu: Die übliche 40-Gramm-Packung Feinschnitt wird sich jährlich um etwa 12 bis 14 Cent verteuern.

Billigtabak dürfte wegen einer Umstellung der Mindeststeuer sogar einmalig um bis zu 45 Cent je Packung teurer werden. Auch für Zigarillos, Zigarren und Pfeifentabak müssen Raucher deutlich mehr bezahlen.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10580)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »