Ärzte Zeitung, 08.10.2011

Bringt Zinstief Risiken für Lebensversicherer?

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa sorgt sich wegen des Zinstiefs um die Anlagemöglichkeiten der Lebensversicherer.

Angesichts sehr lang laufender Verträge gebe es in einem andauernden Niedrigzinsumfeld "erhebliche Wiederanlagerisiken", sagte Eiopa-Chef Gabriel Bernardino der "Börsen-Zeitung" (Freitag).

Im Moment prüfe die Behörde, wie sich das Zinsumfeld auf die größten Lebensversicherer auswirkt und analysiere, wo sich die Schwachstellen befänden. Außerdem versuche die Behörde, von den Aufsehern in Japan zu lernen, die schon seit vielen Jahren Erfahrungen mit einem solchen Umfeld hätten.

Allianz hat mehr als sieben Milliarden Euro in Staatspapiere angelegt

Bei der griechischen Schuldenkrise zeigte sich Bernardino entspannter. Er habe keine Informationen, aus denen er schließen könne, dass ein kompletter Zahlungsausfall des Landes nicht verkraftbar wäre. Versicherer legen hohe Summen in Staatsanleihen an und gehören zu den wichtigsten Investoren.

So hatte etwa Europas größter Versicherer Allianz zur Jahresmitte mehr als sieben Milliarden Euro in Staatspapieren von Griechenland, Portugal, Irland und Spanien angelegt. Davon entfielen fast 800 Millionen Euro auf Griechenland.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Zahl der Atemwegsinfekte bundesweit stark erhöht

In der 7. KW wurden 22.813 Influenza-Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet, das sind rund 8000 mehr als in der Woche zuvor. mehr »

Welcher Sport tut den Gefäßen gut?

Sportliche Menschen scheinen anfälliger für atherosklerotische Koronarveränderungen zu sein als faulere. Neue Studiendaten legen nahe, dass dabei die Sportart von Bedeutung ist. mehr »

Bald Bluttest auf Brustkrebs?

18.30 hForscher an der Universität Heidelberg haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich über einen Bluttest Brustkrebs leichter erkennen lässt. Die Sensitivität wird mit 75 Prozent angegeben. Doch es gibt auch kritische Stimmen. mehr »