Ärzte Zeitung online, 19.11.2011

Verbraucherschützer: Diesel bleibt teuer

BERLIN (dpa). Wer einen Diesel fährt, muss sich nach Ansicht von Verbraucherschützern auch langfristig auf hohe Spritpreise einstellen. "Das könnte noch dramatischer werden", sagte der Energiefachmann des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel.

"Wir haben einfach einen sehr hohen Pkw-Bestand mit Dieselmotoren und ein knappes Dieselangebot", sagte Krawinkel der dpa.

Bundesweit hatte der Dieselpreis in den vergangenen Tagen die Marke von 1,50 Euro überschritten. Super E10 ist nur noch wenige Cent teurer.

Dass sich derzeit viele Hausbesitzer mit Heizöl eindecken und so auch den Dieselpreis in die Höhe treiben, sei nur ein Faktor. Auch die Nachfrage aus der Schifffahrt wachse.

Doch während Benzin exportiert werde, seien die Raffinerien nicht darauf eingestellt, ausreichend Diesel für den Markt zu produzieren. "Sie können sich auch nicht kurzfristig umstellen", sagte Krawinkel.

"Gewinnmaximierung spielt sicher auch eine Rolle", fügte der Fachmann hinzu. "Aber das ist nicht der treibende Faktor."

Viele Autofahrer hätten sich für den Dieselantrieb entschieden, weil er kostengünstiger sei, sagte Krawinkel. "Die sind jetzt gekniffen. Aber man kann da nicht viel machen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »