Ärzte Zeitung, 18.12.2012

Japan

Börsianer hoffen auf Atomreaktoren

TOKIO. Ein schwächerer Yen nach dem Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) hat am Montag Japans Börsen Kursgewinne beschert.

Der Nikkei 225 legte um 0,94 Prozent oder 91,32 Punkte auf 9828,88 Punkte zu. Die LDP hat in Japan gemeinsam mit dem Koalitionspartner New Komeito die absolute Mehrheit erreicht. Unter Börsianern gilt die Partei als besonders bereit für weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur.

Wegen der Hoffnung, dass die neue Regierung das Hochfahren von Nuklear-Reaktoren wieder erlauben werde, schossen Aktien von Tokyo Electric Power, des Betreibers des im vergangenen Jahr bei der Natur- und Nuklearkatastrophe havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi in Tokio um fast ein Drittel hoch.

Nach dem Sieg seiner Liberaldemokratischen Partei hat sich LDP-Chef Shinzo Abe mehr als zufrieden mit dem Ergebnis gezeigt. Die LDP habe "mehr als erwartet gewonnen und trage deswegen eine größere Verantwortung", sagte Abe am Montag vor der Presse.

Seine Partei hatte bei den vorgezogenen Wahlen zum Unterhaus 294 der 480 Sitze erobert, während ihr traditioneller Koalitionspartner New Komeito mit 31 Sitzen aus der Abstimmung hervorging.

Die zuletzt regierende Demokratische Partei (DJP) des amtierenden Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda erlitt eine schwere Niederlage - sie stürzte von 233 auf 57 Sitze ab.

Viele Japaner nehmen der DJP übel, dass sie die Hoffnungen auf einen politischen Neuanfang nicht erfüllt hat. Noda erklärte noch am Wahlabend seinen Rücktritt als Parteichef. (dpa/maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[11.03.2013, 14:44:33]
Dr. Joachim Malinowski 
Und ewig währt die Gier der Menschen.....
Aufgrund der "Hoffnung, dass die neue Regierung das Hochfahren von Nuklear-Reaktoren wieder erlauben werde, schossen Aktien von Tokyo Electric Power, des Betreibers des im vergangenen Jahr bei der Natur- und Nuklearkatastrophe havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi in Tokio um fast ein Drittel hoch".

Wow, da muss wohl noch ein AKW-Desaster passieren, bevor auf z.B. Erdwärme (Vulkangebiet) umgestellt wird.
Haben die denn nichts begriffen?. Wo wollen die denn hin, wenn alles verseucht ist auf der Insel?
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »