Ärzte Zeitung, 28.01.2013

Platow-Empfehlung

Volkswagen hat Luxusprobleme

Probleme dieser Art hätte Otto Normalverdiener gerne: Weil Volkswagen im vergangenen Jahr Rekorde eingefahren hat, droht das Gehalt von Cheflenker Martin Winterkorn auf mehr als 20 Millionen Euro anzuschwellen.

Die Wolfsburger wollen indes unbedingt eine Debatte um überzogene Vorstandsgehälter vermeiden. Deshalb sollen zur Bilanzvorlage einpaar Millionen "verschwunden" sein. Vielleicht durch eine großzügige Spende?

VW-Aktionäre sehen den Millionenregen entspannt. Immerhin haben sie binnen sechs Monaten 50 Prozent verdient, die Vorzugsaktie notiert auf Allzeithoch. Auch ihr Plus summiert sich auf 29 Prozent.

Winterkorns Warnung vor schwierigen Zeiten kommt im Kurs jedenfalls bislang nicht an, der Aufwärtstrend ist mustergültig.

Die Rekordfahrt muss bei einem 2013er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,4 nicht so schnell enden, zumal VW in den Schwellenländern stark ist und jetzt auch im nordamerikanischen Markt auf die Tube drückt. Vor wenigen Tagen wurde das hundertste Werk eröffnet, bezeichnenderweise in Mexiko.

Der Mix aus solidem Wachstum und günstiger Bewertung überzeugt, weshalb Neuanleger bis 172 Euro akkumulieren.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10451)
Organisationen
Volkswagen (134)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »