Ärzte Zeitung, 11.02.2013
 

Platow-Empfehlung

Deutsche Post kann nur profitieren

Dass die Europäische Kommission die geplante Übernahme von TNT durch die amerikanische UPS kürzlich endgültig stoppte, dürfte der Deutschen Post nicht ungelegen kommen.

Konzernchef Frank Appel stellte in einem Interview mit der "FAZ" allerdings klar, dass die Bonner selbst "rein rechtlich" kein Übernahmeangebot für die Niederländer abgeben dürften.

Dennoch nimmt die Entscheidung der Kommission etwas Druck aus dem europäischen Markt, den die UPS wohl umgekrempelt hätte. Im selben Interview erklärte Appel, dass das Paketgeschäft des DAX-Konzerns künftig nicht mehr mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten aufwarten werde.

Während er für den Paketmarkt von fünf bis sieben Prozent pro Jahr ausgeht, werde die Post als Marktführer besonders stark profitieren. Derweil arbeitet die Gesellschaft an neuen Vertriebswegen.

Während Tochter DHL verstärkt auf den Transport per Binnenschifffahrt setzt, um den CO2-Ausstoß zu senken, prüft die Post seit einigen Wochen gemeinsam mit dem ADAC den Einstieg in den kürzlich liberalisierten Fernbusmarkt. Die Verschnaufpause der Aktie bietet eine weitere Einstiegschance.

Anleger kaufen; neuer Stopp bei 13,70 Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »

Sechs Kassen auf der Kippe – Barmer-Chef fordert Reformen

Dramatischer Zwischenruf: Das wirtschaftliche Gefüge der GKV sei instabil, sagt Barmer Chef Straub. Rund ein halbes Dutzend großer Kassen würden nur noch von der guten Konjunktur getragen. mehr »