Ärzte Zeitung, 24.06.2013

Anlagen-Kolumne

Reizvollstes Zukunftsinvest heißt Aktie

Die Konjunktur in den USA zieht an, doch die Notenbanken halten das Geld billig. In diesen Zeiten schneiden Aktien besonders gut ab.

Von Jens Ehrhardt

Reizvollstes Zukunftsinvest heißt Aktie

Seit Mitte Mai fallen nahezu alle Anlageklassen im Wert - ebenso die Währungen außerhalb des Euros. Gold macht ein neues Jahrestief.

Minenaktien verlieren seit Jahresanfang fast die Hälfte ihres Wertes. Auch die Aktienmärkte entfernen sich von Ihren Hochpunkten. Ist die Party nun vorbei? Geht die Zeit des billigen Geldes zu Ende?

Die Angst, dass die amerikanische Notenbank wohl in nächster Zeit nicht mehr für monatlich 80 Milliarden US-Dollar US Staatsanleihen aufkauft um so die Zinsen künstlich niedrig zu halten, geht um. Letztendlich ist es ein klares Zeichen dafür, dass sich die wirtschaftliche Lage der USA bessert.

Die Ergebnisse der Banken sind auf Vorkrisenniveau, die Immobilienpreise steigen, und die Amerikaner kaufen sich wieder neue Autos. Die US Notenbank hat sich für eine in Europa nie vorstellbare Politik entschieden. Sie kümmert sich um den Arbeitsmarkt und wird im Markt aktiv bleiben, bis die Arbeitslosenrate unter 6,5 Prozent fällt.

Keine deutliche Zinsanstiege zu erwarten

Gleichzeitig werden die Notenbanken, nicht nur in den USA, sondern weltweit den Zins an der Nulllinie halten. Für die nächsten Jahre werden wir keine deutlichen Zinsanstiege sehen. Sowohl die Politik als auch die Notenbanken ziehen an einem Strang.

Bestehende Schulden müssen durch billigere neue Schulden abgelöst werden. Der Zins wird dabei unter der Inflationsrate gehalten.

Die schleichende Enteignung wird über Jahre weitergehen und so die Entschuldung finanzieren. In diesen Phasen schneiden Aktien besonders gut ab, auch wenn die Schwankungen viele Anleger von Investments zurückhalten. Langfristig sind die Aussichten sehr gut.

2014 werden wir bessere Konjunkturzahlen sehen. Ein paar gute Stücke können Anleger am Aktienmarkt über den Sommer einsammeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktienmärkte zum Jahresende höher stehen als heute, ist groß.I

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