Ärzte Zeitung, 08.07.2013

Anlagen-Kolumne

Aktien bleiben auf lange Sicht lukrativ

Wer in gesunde Unternehmen investiert, verdient auf lange Sicht einen Unternehmerlohn. Immer mehr Anleger legen aber Wert auf Bausparverträge und Kontogeldanlagen.

Von Gottfried Urban

Aktien bleiben auf lange Sicht lukrativ

Notenbanker sind in normalen Zeiten immer sehr zurückhaltend mit Aussagen über die künftige Zinspolitik. Das hat sich komplett gedreht.

Zuletzt wiederholte der Chef der EZB seine Zusage: Bis 2015 bleibt der Zins unten, falls notwendig soll die ultralockere Geldpolitik sogar nochmals verlängert werden.

Die Attraktivität von Risikokapital in Aktien-Form dürfte also weiter hoch bleiben. Billiges Geld wird in den nächsten Jahren für steigende Aktiennotierungen sorgen.

Bausparvertrag wird bevorzugt

Immer mehr Anleger legen bei der Geldanlage aber Wert auf Garantien und Sicherheiten. Der Bausparvertrag, die Kontogeldanlagen und das Sparzertifikat mit festen Zinsen werden bevorzugt.

Ähnlich beliebt sind mittlerweile Rentenversicherungen mit Einmalbetrag, bedeuten diese aufgrund garantierter Mindesterträge doch ebenfalls kaum Risiken.

Anders als bei schwankenden Aktien- oder Mischfonds sind mögliche Kursverluste in den Folgejahren kein Thema. Selbst neue Rekordkurse an der Börse haben keinerlei Begeisterung ausgelöst.

Doch wer in gesunde Unternehmen investiert, verdient auf lange Sicht einen Unternehmerlohn, der fünf bis zehn Prozent über dem risikolosen Zins liegt. Das entspricht der mittleren Jahresrendite des Deutschen Aktienindexes (Dax) seit Bestehen.

Welteinkommen wird wachsen

Zur Dax-Gründung vor 25 Jahren bevölkerten fünf Milliarden Menschen die Welt, heute sind es sieben, und in 25 Jahren werden es fast neun Milliarden sein.

Das Welteinkommen wird wachsen, die Konsumnachfrage steigen, die Unternehmen auch in Zukunft Geld verdienen.

Wer seine Altersvorsorge über zwanzig Jahre und länger plant, sollte einen Teil in Produktivkapital investieren und sich nicht von der Eurokrise oder kurzfristigen Kapitalmarkt-Risiken irritieren lassen.

Vielmehr sollte man die Schwankungen ausnutzen, in gute Aktienfonds mit globaler Streuung gehen - und diesen lange treu bleiben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »