Ärzte Zeitung, 19.03.2014

Froher Fiskus

Aufkommen der Umsatzsteuer steigt

WIESBADEN. Im Jahr 2012 gaben rund 3,3 Millionen Unternehmen eine Umsatzsteuer-Voranmeldung mit einem voraussichtlichen Umsatz in Höhe von 5,8 Billionen Euro (ohne Umsatzsteuer) ab. Das zeigt die aktuelle Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, stieg der Wert der Lieferungen und Leistungen (Umsatz) und die Zahl der Steuerpflichtigen gegenüber 2011 jeweils leicht um 1,1 Prozent an.

Ein Blick auf die Wirtschaftsabschnitte zeigt die mit Abstand höchsten Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe (rund zwei Billionen Euro) und im Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (rund 1,8 Billionen Euro).

Somit erzielten diese beiden Bereiche gemeinsam über zwei Drittel des Gesamtumsatzes. Das Gesundheits- und Sozialwesen trägt bislang kaum zum Umsatzsteueraufkommen bei: Rund 48.600 Steuerpflichtige (im Vorjahresvergleich plus 3,5 Prozent) erwirtschafteten steuerpflichtige Umsätze in Höhe von 86,7 Milliarden Euro (plus 9,1 Prozent).

Umsätze aus Arztpraxen fallen in der Regel nicht unter die Mehrwertsteuerpflicht, soweit sie bei der Diagnostik und Therapie von Patienten entstehen.Leistungen wie ästhetische Chirurgie oder manche Leistungen der Primärprävention sind dagegen bislang umsatzsteuerpflichtig.

Über die Hälfte (56,2 Prozent) des gesamten Umsatzes wurde 2012 von 534.000 Kapitalgesellschaften erwirtschaftet. Weitere 25,7 Prozent des Umsatzes entfielen auf 424.000 Personengesellschaften. Die 2,3 Millionen Unternehmen mit einer anderen Unternehmensform erwirtschafteten die übrigen 18,1 Prozent des Umsatzes im Jahr 2012. (ger)

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Finanzen/Steuern (10802)
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