Ärzte Zeitung, 02.06.2014

Zinsderivate

EU-Kommission geht gegen Kartell vor

BERLIN. Die EU-Kommission hat ein förmliches Verfahren gegen die drei Großbanken Crédit Agricole (Frankreich), HSBC (Großbritannien) und JPMorgan (USA) eingeleitet, das teilt der Verbraucherzentrale Bundesverband mit.

Um die Preisgestaltung von Euro-Zinsderivaten zu manipulieren, hätten die Institute gegen das Kartellrecht verstoßen. Solche Produkte werden laut Verbraucherzentrale weltweit gehandelt. Ihr Wert werde gewöhnlich unter Zugrundelegung eines Benchmark-Zinses wie dem Euro Interbank Offered Rate (EURIBOR) ermittelt.

Bereits im Dezember 2013 geißelte die Kommission vier Banken, die im gleichen Sektor tätig sind, mit Geldbußen in Höhe von circa einer Milliarde Euro. Die Institute hätten damals ihre Beteiligung an einem Kartell für Euro-Zinsderivate eingeräumt, heißt es. (eb)

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