Ärzte Zeitung, 02.02.2015

Anlangekolumne

Pharma bleibt 2015 attraktiv für Anleger

Pharma bleibt 2015 attraktiv für Anleger

Hanno Kühn

Im vergangenen Jahr wurde nach Schätzungen weltweit mehr als eine Billion US-Dollar für Medikamente ausgegeben, und für die kommenden Jahre wird mit einem weiteren Anstieg der Ausgaben gerechnet.

Grund: Die Menschen leben immer länger, damit nimmt aber auch die Krankheitshäufigkeit zu. Hinzu kommt, dass auch in den Schwellenländern immer mehr Menschen Zugang zu westlicher Medizin und zu Arzneimitteln haben.

Diese Nachfrage dürfte das Wachstum der weltweit agierenden Pharmakonzerne über Jahre sichern und beschleunigen.

Die Prognosen für die Steigerung der weltweiten Arzneimittelausgaben liegen derzeit bei mehr als 20 Prozent über die nächsten vier Jahre, das heißt, 2018 werden die Ausgaben schon bei über 1,2 Billionen US-Dollar liegen.

Auch die Forschungs- und Entwicklungspipelines lassen Investorenherzen höher schlagen. Für 2015 werden allein in den USA derzeit 40 Neuzulassungen von Medikamenten erwartet, viele davon als so genannte New Chemical Entity, also neuartige Substanzen mit neuem Wirkmechanismus.

Ein Großteil der Therapieoptionen betrifft das Gebiet Onkologie. In dieser Indikation werden zukünftig auch die höchsten Umsätze erwartet.

Für 2017 rechnet das Prognose-Institut ims-Health allein im Indikationsgebiet Onkologie mit Erlösen von 74 bis 84 Milliarden US-Dollar in den Industrienationen und mit 17 bis 20 Milliarden US-Dollar in den Pharmerging Markets Brasilien, Indien, Mexiko, Türkei, Russland, Südkorea und China.

Kann die gute Stimmung anhalten und sich in weiter steigenden Kursen niederschlagen? Aus unserer Sicht spricht alles dafür.

Wir gehen derzeit davon aus, dass die Nachfrage nach Medikamenten und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich hoch bleibt, denn die Altersstruktur der Bevölkerung verschiebt sich weiterhin - in den Industrienationen ebenso wie in den Pharmerging Markets - und wird die Umsätze der Konzerne auch künftig steigen lassen.

Ihre Gewinne dürften sich entsprechend entwickeln und in den Aktienkursen widerspiegeln. Ausgewählte Pharmaunternehmen bleiben daher ein klarer "Kauf".

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10951)
Personen
Hanno Kühn (42)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

E-Rezept ante portas?

Bundesgesundheitsminister Spahn will der Telemedizin mittels E-Rezept auf die Sprünge helfen. Dazu ist Berichten zufolge eine entsprechende Gesetzesänderung geplant. mehr »