Ärzte Zeitung online, 12.10.2015

PLATOW-Empfehlung

Nemetschek schwimmt mit der Baukonjunktur

NEU-ISENBURG. Von Krise ist bei Nemetschek nichts zu spüren. Das Geschäft mit Software für Bau und Infrastruktur läuft vielmehr so gut, dass das TecDax-Mitglied rund drei Wochen vor Veröffentlichung der Neunmonatszahlen seine Umsatzprognose für 2015 deutlich nach oben schraubte.

Waren die Münchener bislang von einem Erlösanstieg von 20 bis 23 Prozent ausgegangen, sollen es jetzt 27 bis 29 Prozent sein. Für die operative Gewinngröße Ebitda gab Nemetschek dagegen kein Update, weshalb wir davon ausgehen, dass unverändert 62 Millionen bis 65 Millionen Euro angestrebt werden.

Das Umsatzwachstum kommt zu einem großen Teil von dem vor einem Jahr erworbenen US-Wettbewerber Bluebeam, der PDF-basierte Kommentier- und Kollaborationslösungen entwickelt. Die Tochter investierte zuletzt verstärkt in die Expansion, übernahm ihren schwedischen Exklusiv-Distributor, erweiterte ihr Produktportfolio und ging neue Partnerschaften ein.

Sollte Nemetschek seine Margen 2016 stabilisieren können, winkt weiter ein EPS von 1,10 Euro. Das entsprechende KGV der Aktie von fast 34 schreckt uns angesichts der Wachstumsmöglichkeiten nicht. Akkumulieren bis 37 Euro, Stopp auf 29 Euro.

Chance: *** Risiko: *** ISIN: DE0006452907

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »

Deutsches Gesundheitssystem mit Luft nach oben

Deutschland hat sein Gesundheitssystem seit der Jahrtausendwende verbessert, so eine Studie. Im Vergleich mit anderen Ländern hinkt es aber hinterher – insbesondere bei einer Krankheit. mehr »