Ärzte Zeitung, 11.04.2016

PLATOW-Empfehlung

Google ist als Alphabet etwas für Langfristanleger

Alphabet, ehemals Google, ist mit herkömmlichen Konzernen nicht vergleichbar, weder in Bezug auf die operativen Aktivitäten noch auf den Unternehmenszweck.

Denn die strategischen Ziele des 1998 in Kalifornien gegründeten und seit 2004 börsennotierten Technologieriesen betreffen Sektoren und Bereiche, die mit dem eigenen Geschäftsmodell des Internetsuchmaschinenmonopolisten nicht direkt in Beziehung stehen.

Neben Aktivitäten im medizinischen Bereich (Calico, Verily) gehören hierzu auch die Erforschung von künstlicher Intelligenz (DeepMind) und das autonome Fahren (Projekt Car) sowie die Zustellung von Lieferungen mittels Drohnen (Projekt Wing), an der auch Amazon oder Facebook forschen.

Mit Hilfe seiner mächtigen Google-Suchmaschine hat Alphabet im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 rund 75 Milliarden US-Dollar (2014: 66 Milliarden Dollar) Umsatz bei einem Vorsteuerergebnis (EBT) von 19,7 Milliarden Dollar (2014: 17,3 Milliarden Dollar) erwirtschaftet.

Seit der Umfirmierung Ende 2015 operiert Google unter der Holding Alphabet Inc., in der sämtliche Tochterunternehmen zusammenlaufen. Wichtigster Geschäftsbereich ist nach wie vor Google, der Internetnutzer durch Dienste wie Google- Suche und andere wie Youtube, G-Mail, Google-Maps, Google-Drive, Android oder den App-Store Google-Play an sich bindet.

Auf Grund der hohen Reichweite sind Werbetreibende bereit, dem Unternehmen für nutzerabhängige Werbung Geld zu zahlen. Hieran wird sich so schnell nichts ändern. Im Gegenteil, wir sind davon überzeugt, dass die Wachstums- und Ertragspotenziale noch lange nicht ausgeschöpft sind.

Deshalb ist das Papier (768,07 Dollar) auf Grundlage des 2016-er-Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 22 keinesfalls überbewertet.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10797)
Organisationen
Amazon (74)
Google (387)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »