Ärzte Zeitung online, 24.01.2017

Steuern

Schäuble will Steuerschlupfloch für Großkonzerne schließen

BERLIN. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will mit dem Schließen eines Steuerschlupflochs für Großkonzerne jährlich rund 30 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen erzielen. Das geht aus dem Entwurf eines "Gesetzes gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen" hervor, der der "Rheinischen Post" vorliegt.

Der Entwurf soll am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden. Dabei geht es nach Angaben der Zeitung um die Errichtung einer sogenannten Lizenzschranke: Ab 2018 sollen konzerninterne Ausgaben für Patente, Lizenzen, Konzessionen und Markenrechte steuerlich nicht mehr den Gewinn in Deutschland mindern können, wenn diese Zahlungen beim Empfänger im Ausland nicht oder nur sehr gering besteuert werden.

Die Empfänger sind häufig so genannte Lizenz- oder Patentboxen in anderen Ländern, die diese Lizenzeinnahmen gar nicht oder nur niedrig besteuern. Das gilt etwa für Länder wie Malta, die Niederlande, Belgien oder die Schweiz. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

38 Prozent mehr psychische Diagnosen bei jungen Erwachsenen

Immer mehr junge Erwachsene leiden unter psychischen Erkrankungen. Allein die Diagnose Depressionen hat um 76 Prozent seit 2005 zugenommen, so der Arztreport 2018. mehr »

Vorhofflimmern schlägt aufs Hirn

Nicht nur ein Risikofaktor für Schlaganfall: Vorhofflimmern ist auch für das Gehirn gefährlich. Angststörungen und kognitive Einschränkungen sind Nebenwirkungen, so eine Studie. mehr »

Gericht urteilt über Diesel-Fahrverbote

Müssen Städte die Feinstaub-Notbremse ziehen und Diesel-Fahrzeuge aus den Innenstädten verbannen? Bejaht das Bundesverwaltungsgericht dies, könnte auch die Gesundheitswirtschaft in die Bredouille kommen. mehr »