Ärzte Zeitung online, 17.05.2017

Bundesfinanzhof

Vertragsarztsitz lässt sich steuerlich nicht abschreiben

MÜNCHEN. Der Kauf einer vertragsärztlichen Zulassung berechtigt nicht zur steuerlichen Abschreibung. Nur die tatsächliche Praxis selbst ist der "Absetzung für Abnutzung" (AfA) zugänglich, entschied jetzt der Bundesfinanzhof. In einem Fall wurde eine Praxis geschlossen, der Arztsitz ging an eine nahe BAG über. Diese übernahm auch das Patientenarchiv. Laut Finanzhof hat hier die BAG ein "Chancenpaket" übernommen, das abgeschrieben werden kann. In einem anderen Fall hatten die Nachfolger nur Interesse an der vertragsärztlichen Zulassung. Doch die nutze sich nicht ab, die AfA sei daher ausgeschlossen. (mwo)

Bundesfinanzhof, Az.: VIII R 7/14 und VIII R 56/14

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »