Ärzte Zeitung online, 21.12.2017

Selbstanzeige

Steuerberater haftet nicht bei Versehen

KARLSRUHE. Übermittelt ein Steuerberater für einen Mandanten eine Selbstanzeige, ohne dies mit dem Betroffenen ausreichend abgestimmt zu haben, ist die daraus resultierend Steuernachforderung kein ersatzfähiger Schaden. Das hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe im Fall einer Apothekerin entschieden (Az.: IX ZR 270/16). An ihren Lebensgefährten, einen Rechtsanwalt, hatte sie jahrelang privat Geld gezahlt und dies steuerlich als Anwaltshonorar deklariert.

Der Steuerberater der Apothekerin sollte ihr eine Selbstanzeige vorbereiten, er schickte sie aber versehentlich auch schon ab. Die Steuernachforderung in Höhe von 68.000 Euro muss er dennoch nicht ersetzten, so der BGH-Urteilsspruch. (mwo)

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10799)
Recht (12654)
Organisationen
BGH (985)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »