Ärzte Zeitung online, 09.10.2018

Urteil

GKV-Beitrag für Kind mindert Steuerlast

MÜNCHEN. Eltern können mit der Übernahme der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ihres in Ausbildung befindlichen Kindes ihre Steuerlast drücken.

Als Sonderausgaben steuermindernd können sie die Beiträge aber nur geltend machen, wenn sie sie tatsächlich bezahlt haben, entschied jetzt der Bundesfinanzhof.

Im Streitfall befand sich der Sohn der Kläger in einer fünfmonatigen Ausbildung zum Straßenbauer. Der Arbeitgeber zahlte für den Azubi in dieser Zeit 290,51 Euro Beitrag zu GKV und Pflegeversicherung.

Der junge Mann machte den Betrag erfolglos in seiner Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben geltend. Daraufhin versuchten es seine Eltern in ihrer Steuererklärung.

Der BFH entschied, dass unterhaltsverpflichtete Eltern die bei ihrem Kind anfallenden GKV-Beiträge als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen können, wenn sie dadurch "wirtschaftlich belastet" waren, also die Beiträge tatsächlich auch bezahlt haben. Ein gewährter Naturalunterhalt, wie im konkreten Fall, reiche nicht aus. (fl)

Az.: X R 25/15

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »

Das Brexit-Brimborium

Unser Londoner Blogger Arndt Striegler hat alle Tests bestanden und ist nun britischer Staatsbürger. Doch auch als Passinhaber ist er sich sicher: Die Briten werden nach dem EU-Ausstieg nicht besser dastehen als vorher. mehr »