Ärzte Zeitung online, 06.10.2009

Studie: Krise verstört bei Altersvorsorge

BERLIN (dpa). Die Bereitschaft der Bundesbürger, privat für das Alter vorzusorgen, hat durch die Wirtschafts- und Finanzkrise nach einer Studie stark gelitten. 17,4 Prozent aller Berufstätigen haben bereits zusätzliche Vorsorgeverträge aufgelöst oder die Beiträge gekürzt. 32 Prozent - und damit ein Drittel - verzichtet nach eigenen Angaben ganz auf Ruhestands-Einnahmen aus einer privaten Vorsorge.

Das geht aus einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Postbank hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Danach wollen mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ihre Sparbeiträge nicht aufstocken. Dieser Wert ist der höchste seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2003.

Nach jüngsten Zahlen des Bundesarbeitsministeriums zur Riester-Rente hat sich allerdings die Zahl der geförderten Neuverträge zur Altersvorsorge auch im ersten Halbjahr weiter erhöht, zuletzt jedoch mit abnehmender Tendenz. Insgesamt haben die Bundesbürger derzeit gut 12,6 Millionen Riester-Versicherungen abgeschlossen.

Jedoch lässt die aktuelle Krise offensichtlich viele Menschen am Sinn kapitalgedeckter Vorsorge zweifeln: 32 Prozent der berufstätigen fragen sich laut Studie, "welche privaten Anlageformen überhaupt noch Sinn machen".

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