Ärzte Zeitung online, 10.10.2011

"Wirtschafts-Nobelpreis" an zwei US-Forscher

STOCKHOLM (dpa). Der "Wirtschafts-Nobelpreis" 2011 geht an die US-Forscher Christopher Sims und Thomas Sargent. Die beiden Wissenschaftler wurden ausgezeichnet für ihre empirische Forschung zu "Ursache und Wirkung in der Volkswirtschaft".

Das teilte die Schwedische Wissenschaftsakademie am 10. Oktober in Stockholm mit. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Millionen Kronen) dotiert.

Der "Wirtschafts-Nobelpreis" wird erst seit 1969 vergeben. Er ist unter anderem auch deshalb umstritten, weil bisher weit überwiegend Wissenschaftler von Instituten in den USA ausgezeichnet worden sind.

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Er wurde erst 1968 von der Schwedischen Notenbank zur Erinnerung an Alfred Nobel gestiftet und 1969 erstmals vergeben.

Ursprünglich hatte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833- 1896) lediglich Preise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden vorgesehen.

"Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel"

Der auch wegen der nachträglichen Stiftung umstrittene Wirtschaftspreis wird von der Nobel-Stiftung offiziell nicht als Nobelpreis eingestuft, sondern stets als "Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel" von den traditionellen Nobelpreisen abgesetzt.

Er ging bisher überwiegend an Wirtschaftswissenschaftler aus den USA. Unter den Preisträgern befindet sich mit dem Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten nur ein deutscher Wissenschaftler.

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