Ärzte Zeitung online, 12.08.2012

Ministerium lenkt ein

Keine Staatsgelder mehr für IGeL-Seminare

BERLIN (dpa/eb). Nachdem es in den vergangenen Tagen heftige Kritik an der staatlichen Förderung von IGeL-Seminaren gehagelt hatte, lenkt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) nun ein.

Seminare, in denen Ärzte für den Verkauf von IGeLn an Patienten geschult werden, werden nicht mehr staatlich gefördert.

Das BMWI bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der "Berliner Zeitung". Eine aktiv betriebene Vermarktung von IGeL sei mit den ethischen Grundsätzen des Berufsrechts der Ärzte nicht vereinbar, hieß es zur Begründung.

"Holen sich Ärzte zur Entwicklung entsprechender Verkaufsstrategien externe Hilfe, ist dies vor allem unter gesundheitspolitischen und ethischen Gesichtspunkten nicht unterstützungswürdig", teilte das Ministerium mit.

Nach einer Überprüfung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) würden die Förderrichtlinien "kurzfristig angepasst". Angaben über die bisherigen Fördermittel gab es nicht.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »