Ärzte Zeitung online, 13.09.2017
 

Therapie bei BPH

Aus IGeL wird Kassenleistung für Urologen

Die Thulium-Laserresektion beim Prostatasyndrom wird Kassenleistung. Für die Umsetzung hat der Bewertungsausschuss aber noch Zeit.

BERLIN. Für Patienten, die an einem benignen Prostatasyndrom leiden, gibt es eine neue Kassenleistung: die Thulium-Laserresektion. Die Erweiterung des GKV-Leistungskataloges hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschlossen, der Beschluss ist Ende August in Kraft getreten, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitgeteilt hat.

Nun habe der Bewertungsausschuss noch sechs Monate Zeit, um die Vergütung festzulegen, erst dann hätten Patienten Anspruch auf die neue Kassenleistung in der Praxis, so die KBV.

Die Prostataresektion mittels Thulium-Laser ist eine nichtmedikamentöse lokale Behandlungsmethode. Dabei wird der vaporisierende Effekt des Lasers genutzt, um Gewebe aus der vergrößerten Prostata herauszuschneiden. Das Gewebe wird dann durch die Harnröhre entfernt.

Die Thulium-Laserresektion ist für Urologen gedacht, die über nachgewiesene Erfahrungen mit der Methode und eine entsprechende Genehmigung der zuständigen KV verfügen. Der GBA habe zudem Eckpunkte zur Qualitätssicherung festgelegt, die denen zum Holmium-Laserverfahren entsprechen.

Für die Anwendung des Verfahrens müssen eine intensivmedizinische Notfallversorgung und eine Nachbeobachtung gewährleistet sein. Es kann daher zum Beispiel im Rahmen einer belegärztlich-stationären Leistungserbringung genutzt werden. (ger)

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