Ärzte Zeitung, 04.06.2013

Studie

Mobile Health wird in der GKV ausgebremst

DÜSSELDORF. Mobile Technologien halten auch im Gesundheitswesen rasant Einzug - doch Kassenpatienten sind die letzten, die davon profitieren. So lautet das Fazit der Unternehmensberatung A.T. Kearney, die eine Studie zum Thema aufgelegt hat.

Die Berater prognostizieren, dass sich der Markt für Gesundheitsdienstleistungen mit mobilen Technologien von 900 Millionen Euro Umsatz (2012) auf bis zu drei Milliarden Euro im Jahr 2017 verdreifachen wird.

Doch obwohl Mobile Health erhebliches Potenzial besitze, die medizinische Versorgung zu vereinfachen, werde deren Einsatz streckenweise ausgebremst. "Hürden bei Zulassung, Regulierung und Erstattung durch die Kassen hemmen die Entwicklung in der medizinischen Grundversorgung", heißt es.

Mobile Health werde zunächst "den konsumentennahen und rezeptfreien Gesundheitsmarkt mit der Zielgruppe der 20- bis 45-jährigen Selbstzahler erobern".

Das nach Umsatz wichtigste Segment sei die Hardware (mobile Sensoren und Geräte). Eine durchdachte Mobile-Health-Strategie sei für Unternehmen, Versicherer und Klinikbetreiber künftig unabdingbar. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis wurden erneut exzellente deutsche pharmakologische Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »