Ärzte Zeitung online, 28.04.2014

Fachverband fordert

Medienabhängigkeit als Sucht anerkennen

HANNOVER. Die Abhängigkeit von Internet & Co. sollte Experten zufolge als Suchterkrankung anerkannt werden.

"Das Risiko einer Sucht besteht, wenn die virtuelle Realität einen größeren Lebensraum einnimmt als die reale", sagte der Vorsitzende des Fachverbands Medienabhängigkeit, Andreas Gohlke, der Nachrichtenagentur dpa. "Ich warne aber davor, zu schnell von einer Sucht zu sprechen."

Smartphones seien ähnlich gefährlich oder ungefährlich wie eine Flasche Bier - der Käufer entscheide über den Umgang. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[05.05.2014, 19:59:09]
Dr. Horst Grünwoldt 
Von der Sucht zur Sieche?
Die smarten Telefone und i-Pods sind augenscheinlich auf dem Wege zum liebsten "Medium" der Europäer! Dabei wird damit gar nicht so häufig "phonetisch" kommuniziert, sondern vielmehr nur noch "virtuell".

Wir beobachten beim solitären und stummen touch-screen-playing nicht nur Singles, sondern auch Menschengruppen, die zwar zusammensitzen, aber nicht mehr miteinander sprechen, sondern jeder für sich mit jemanden in der Ferne kommuniziert; will heißen, mehr oder weniger unbedeutende Nachrichten austauscht.
Ist das eine neue, nonverbale Form der Geschwätzigkeit, der kein Teilnehmer entfliehen kann? Zum Beispiel durch Abstellen des schicken Gerätes.
Wer dabei -wie so oft- auch noch beim Gehen mit dem Kopf nach unten nur noch auf das kleine Display schaut, verpaßt das reale Leben am Rande und von vorn.
Das müßte doch eigentlich Psychologen und Hirnforscher auf den Plan rufen, bevor die Sucht zur Sieche (altdt. Krankheit) wird.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wer viel Wasser trinkt, beugt Harnwegsinfekten vor

Den Ratschlag, viel zu trinken, sollten sich Frauen nicht nur während eines Harnwegsinfektes zu Herzen nehmen. Auch wer danach reichlich Wasser trinkt, profitiert davon. mehr »

In der Praxis oft auch knifflige AU-Fälle

Die Regeln, wie und wann ein Arzt einen Patienten krankschreiben darf, sind in der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie festgehalten. In der Praxis gibt es jedoch viele knifflige Fälle. mehr »

Handlungsbedarf bei Chronikerpauschale!

Die Chronikerzuschläge für Hausärzte bleiben eine der dringendsten Hausaufgaben für die Selbstverwaltung. Es wird Zeit, die alten bürokratischen Zöpfe abzuschneiden, meint unser Abrechnungsexperte. mehr »