Ärzte Zeitung, 15.06.2016

Niedersachsen

Stipendien für Landärzte in spe geplant

HANNOVER. Medizinstudenten in Niedersachsen sollen mit Stipendien dazu motiviert werden, sich später als Hausarzt auf dem Land niederzulassen. Das sagte Detlef Haffke, Sprecher der KV Niedersachsen (KVN). Danach sollen insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung stehen. Wer unter den Medizinstudierenden sich künftig verpflichtet, nach der Facharztausbildung für vier Jahre als Hausarzt oder Hausärztin in die niedersächsische Provinz zu gehen, soll dafür vom Land Geld als Stipendium erhalten.

Man sei derzeit in der Planung mit der KVN, "wie solche Stipendien aufgebaut werden können und welche Bedingungen konkret vorliegen müssen", teilte das Sozialministerium mit. "Details dazu liegen noch nicht vor", hieß es.

Das Geld stammt aus den Beiträgen, die das Land in den Ende vergangenen Jahres ausgelaufenen Niedersachsenfonds eingezahlt hat, den auch die Kassen und die KV Niedersachsen bestückten. Laut Versorgungsstärkungsgesetz kann die KV aber nun einen Strukturfonds bilden, was sie getan hat, um die Niederlassungen im Land zu fördern. "Eine Beteiligung des Landes an diesem Fonds sieht das Gesetz nicht vor. Der Niedersachsenfonds lief daher Ende 2015 aus", teilt das Land mit. Damit hat Niedersachsen Geld übrig und will es in die Stipendien stecken.

"Die nun freien Mittel des Landes von rund 340.000 Euro, die zuvor in den Fonds geflossen waren, sollen weiter für die Förderung der ärztlichen Versorgung eingesetzt werden", schreibt das Land auf Nachfrage. Was mit den übrigen 240.000 Euro geschehen soll, ist noch unklar. Dies kann beispielsweise zumindest teilweise durch das erwähnte Stipendienprogramm geschehen. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »
Serie: Wegweiser Weiterbildung