Ärzte Zeitung online, 26.10.2017

Uni Oldenburg

Programm mit der Unimedizin Groningen

Deutsch-holländisches Promotionsprogramm für Medizinstudenten startet Anfang 2018.

OLDENBURG. Fast pünktlich zum 1. Tag der Allgemeinmedizin an der noch jungen medizinischen Fakultät im niedersächsischen Oldenburg kündigte das Haus sein erstes deutsch-holländische Promotionsprogramm für Anfang 2018 an.

Der translationale Ansatz des dreijährigen Programms ziele darauf ab, die Ergebnisse der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung und damit zu den Patienten zu bringen, hieß es. "Interessierte können sich ab sofort für Doktorandenstellen in sieben wissenschaftlichen Projekten bewerben, beispielsweise in der Onkologie, Psychiatrie, Humangenetik oder Dermatologie", teilt das Haus mit.

Die sieben Doktoranden werden durch ein Team aus deutschen und holländischen Forschern betreut und arbeiten je zur Hälfte in Oldenburg und Groningen.

Fakultät mit 240 Medizinern

Die Fakultät startete zum Wintersemester 2012/2013. Inzwischen studieren hier 240 Mediziner. Zusammen mit der Universitätsmedizin in Groningen bildet sie im Rahmen der European Medical School (EMS) einen grenzüberschreitenden Studiengang an. Zu jedem Semester beginnen in Oldenburg 40 Erstsemester ein Medizinstudium.

Frühzeitig gehen die Studierenden ins Praktikum bei umliegenden niedergelassenen Ärzten. Die Kollegen in den Praxen wurden für dem Umgang mit den Studierenden eigens ausgebildet. Die Studierenden schließen ihre Ausbildung mit dem Staatsexamen ab. Zugleich können sie an der Groninger Uni eine Bachelor- oder Masterprüfung ablegen.

Den hausärztlich orientierten Studienansatz in Oldenburg betonten am Wochenende rund 250 Ärzte und MFAs, die aus dem Nordwesten und Holland nach Oldenburg kamen. "Mit dem Tag der Allgemeinmedizin haben wir Hausärzte sowie Medizinische Fachangestellte aus dem Nordwesten in die Universität eingeladen und ein maßgeschneidertes Programm mit wissenschaftlichem Anspruch geboten", sagte der Allgemeinmediziner und Versorgungsforscher, Professor Michael Freitag. (cben)

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