Ärzte Zeitung online, 19.12.2017

Sachsen-Anhalt

KV und Kassen legen bei der Förderung noch einen obendrauf

MAGDEBURG. Die KV Sachsen-Anhalt und die Kassen stellen in den kommenden drei Jahren weitere 2,8 Millionen Euro für die Sicherstellung der Versorgung bereit. Der gemeinsame Landesausschuss hat dazu ein weiteres Finanzpaket geschnürt und die Zahl der Förderregionen den absehbaren Entwicklungen angepasst. So können angehende Haus- und Augenärzte zusätzlich zur allgemeinen Weiterbildungsförderung mit einem monatlichen Zuschuss von 1000 Euro rechnen, wenn sie sich verpflichten, nach Abschluss ihrer Weiterbildung vertragsärztlich in den vom Landesauschuss benannten Regionen tätig zu werden.

Darüber hinaus können versorgungsrelevante Anstellungen von Ärzten in den ausgewählten Bereichen mit einem Zuschuss von bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Verhindern Ärzte Praxisausfälle durch erkrankte oder plötzlich verstorbene Kollegen, können sie ebenfalls mit finanzieller Unterstützung rechnen, wenn dies der Aufrechterhaltung der Versorgung dient. Möglich ist zudem die Übernahme von Umzugskosten. Unverändert bleibt die Garantie, Praxisgründungen und -übernahmen in den festgelegten Regionen mit einem Zuschuss von bis zu 60.000 Euro zu fördern.

Zu den Förderregionen gehören im hausärztlichen Bereich Bitterfeld-Wolfen, Burg, Dessau-Roßlau, Eisleben, Gardelegen, Halberstadt, Haldensleben, Halle-Umland, Jessen, Salzwedel, Sangerhausen, Staßfurt und Wernigerode. Bei Augenärzten sind dies die Städte Zerbst und Magdeburg, bei Hautärzten der Altmarkkreis Salzwedel und bei Kinder-und-Jugendpsychiatern die Region Magdeburg. (zie)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »