Ärzte Zeitung online, 23.05.2018

#daet2018

Der Ärztetag aus junger Sicht

Viele Beschlüsse und Erkenntnisse des 121. Ärztetages betreffen speziell junge Ärzte. Ein Überblick.

Weiterbildungsordnung: Sechs lange Jahre wurde an der Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung gefeilt – und auch die Diskussion auf dem Ärztetag dauerte noch einmal mehrere Stunden. Dann aber segneten die Delegierten die MWBO mit großer Mehrheit ab. Künftig soll bei der Weiterbildung mehr Wert auf kompetenzbasiertes Lernen gelegt werden. Die Frage, wie oft und in welcher Zeit Inhalte erbracht wurden, tritt in den Hintergrund.

Ja zu mehr Studienplätzen: Die Delegierten haben den Landesregierungen empfohlen, 6250 zusätzliche Medizinstudienplätze zu schaffen. Ein vor allem aus Hessen getragener Antrag verlangte die Sicherstellung ärztlicher Expertise bei der Zusammensetzung der Expertenkommission, die die Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020 erarbeiten soll.

Psychotherapeuten: Der Ärztetag hat gefordert, den vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Entwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung zurückzunehmen. Vier große Psychotherapeutenverbände laufen dagegen Sturm und kritisieren dies als unzulässige Einmischung.

Generation Spaß?: Bei einer Veranstaltung der Bundesärztekammer verwahrten sich junge Ärzte gegen den Vorwurf, die neue Medizinergeneration denke immer nur an "Work-Life-Balance". Außerdem entbrannte eine emotionale Diskussion zur Frage, ob Familie und Karriere vereinbar seien. (aze)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »

Prä-Op-Leistungen - Und wer zahlt jetzt das Labor?

Wenn eine Leistung in der anderen enthalten ist, kann sie nicht gesondert abgerechnet werden. Diese Regelung greift unter anderem beim präoperativen Labor. Die Laborreform ändert daran nichts. mehr »
Serie: Wegweiser Weiterbildung