Ärzte Zeitung online, 03.09.2008

Neuer Vorstandschef an der größten Uniklinik Europas

BERLIN (dpa). Die Berliner Charité, die größte Universitätsklinik Europas, hat einen neuen Chef: Karl Max Einhäupl trat am Dienstag offiziell sein Amt als Vorstandsvorsitzender an.

Der 61-jährige Neurologe ist der Nachfolger von Detlev Ganten (67), dessen Vertrag aus Altersgründen nicht verlängert worden war. Einhäupl stammt aus München und war zuvor Direktor der Neurologischen Klinik der Charité.

Zur Amtsübergabe würdigte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) das Wirken des scheidenden Vorstandsvorsitzenden. Ganten habe es hervorragend geschafft, die lange Geschichte des Hauses mit den Herausforderungen für die Zukunft zu verbinden, sagte Wowereit laut einer Mitteilung. Mit klarem strategischen Blick habe er den unabdingbaren Strukturwandel der Klinik betrieben.

Einhäupl kam bereits 1992 an die Charité. Seit 2006 ist er Ärztlicher Leiter des Charité-Zentrums für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie und als solcher im Sprecherrat der Charité-Zentren, wo er laut Ganten bereits wichtige strategische Entscheidungen mitentwickelt hat. Zudem war er fünf Jahre lang Vorsitzender des Wissenschaftsrates.

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