Ärzte Zeitung online, 05.01.2009

Wieder fataler Fehler in französischer Klinik - Säugling tot

PARIS (dpa). Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat ein Kleinkind in einem Pariser Krankenhaus durch den Fehler einer Krankenschwester eine tödliche Injektion bekommen. Das sechs Monate alte Baby starb am Freitag im Necker-Hospital, weil die Flüssigkeitsabgabe über den Tropf viel zu hoch eingestellt war.

Die von einer Aushilfe vorgenommene Einstellung sei von einer Krankenschwester bestätigt worden, die selbst stark erkältet gewesen sei, erklärte Klinikleiter Yannick Gouriou. Vertreter der Notärzte erklärten am Sonntag, das überlastete Personal arbeite am Rande des Zusammenbruchs.

Am Heiligabend war im Pariser Krankenhaus Saint-Vincent-de-Paul ein Dreijähriger an der Infusion eines Herzmittels gestorben. Das Medikament war der Klinik irrtümlich statt einfacher Nährlösung geliefert worden und die Verwechslung war der Krankenschwester nicht aufgefallen.

Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot sprach von einem "tragischen Fehler". Das Kind war in den Armen des Vaters gestorben, der vergeblich versuchte, es zu reanimieren.

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