Ärzte Zeitung online, 13.02.2009

Experte: Trotz Reform droht bis 2020 zehn Prozent der Kliniken Aus

ESSEN/BERLIN (dpa). Die geplante Finanzreform für die Krankenhäuser verschafft den Kliniken nach Ansicht des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) für ein Jahr Luft. "Die Zahl der Kliniken mit roten Zahlen schrumpft", sagte der RWI-Gesundheitsexperte, Boris Augurzky, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

"Rund die Hälfte der Kliniken dürfte 2008 rote Zahlen geschrieben haben." Das Gesetz, das heute (Freitag) im Bundesrat verabschiedet werden soll, soll die Kliniken um 3,5 Milliarden Euro entlasten. Der Druck auf die Krankenhaus-Budgets werde 2010 aber wieder steigen, so der Experte. Bis 2020 dürften trotz Erholung 2009 rund zehn Prozent der rund 2100 deutschen Kliniken schließen. Viele dürften auch in andere Trägerschaft übergehen.

Lesen Sie dazu auch:
Notleidende Kliniken bekommen 3,5 Milliarden mehr - Mehr Pflegepersonal

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