Ärzte Zeitung, 16.10.2009

Hamburg will von Gesundheitsmarkt stärker profitieren

HAMBURG (di). Hamburg will künftig stärker von der Gesundheitswirtschaft profitieren. Die Hansestadt stellt dafür umfangreiche Mittel zur Verfügung.

Einzelakteure zusammenbringen, Chancen aufzeigen, Investoren gewinnen: Diese Aufgaben hat die kürzlich gegründete Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH. Die Gesellschaft ist eine Private-Public-Partnerschaft, an der die Hansestadt und die Handelskammer beteiligt sind. Nun legte der Hamburger Senat mit einem Strategiepapier zur Gesundheitswirtschaft nach und stellt 3,3 Millionen Euro zur Verfügung, damit Versorgungsstrukturen optimiert, die Prävention gestärkt, die Transparenz erhöht und die Versorgungsforschung forciert wird.

Gesundheitssenator Dr. Dietrich Wersich verspricht sich davon, dass Hamburg "von den Möglichkeiten einer überproportional wachsenden und innovativen Branche" profitiert. Derzeit arbeitet in Hamburg jeder achte Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft. Von den 100 000 Beschäftigten der Branche arbeiten allein rund 30 000 in Kliniken und 20 000 in der Pflege. Mit den erneuten Investitionen der Hansestadt verschärft sich der Wettbewerb der Regionen um die Gesundheitswirtschaft weiter. Neben Hamburg versprechen sich auch die Nachbarländer wirtschaftliche Impulse durch das Gesundheitswesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »