Ärzte Zeitung, 29.01.2010

Stipendien sollen junge Mediziner in die Altmark locken

SALZWEDEL (zie). Mit einem Stipendienprogramm will das Altmark-Klinikum dem zunehmenden Ärztemangel am eigenen Krankenhaus und in der Region begegnen. Seit das Programm im Herbst vergangenen Jahres beschlossen worden ist, haben sich bereits drei Studenten verpflichtet, ihre Facharztausbildung im Klinikum zumindest zu beginnen.

Das Stipendienprogramm des Altmark-Klinikums wendet sich an Medizinstudenten in Deutschland, die den ersten Teil ihrer Ausbildung - das Physikum - erfolgreich bestanden haben. "Bislang”, so Personalleiterin Doreen Kassuhn, "haben wir drei entsprechende Verträge mit Studenten der Magdeburger Universität abgeschlossen, die ihr Studium voraussichtlich 2012 oder 2013 beenden.” Danach - so sieht es der Vertrag vor - werden sie ihre Facharztausbildung am Altmark-Klinikum beginnen und - so die Voraussetzungen gegeben sind - auch abschließen.

Dies gelte für die am Klinikum etablierten Fachrichtungen sowie die Allgemeinmedizin. Als Gegenleistung gewährt das Klinikum mit dem Vertragsabschluss ein monatliches Stipendium in Höhe von 700 Euro. Doreen Kassuhn: "Die Studenten entlasten damit nicht nur ihre Eltern oder müssen nicht während des Studiums jobben. Aber wir möchten sie nicht nur finanziell, sondern auch fachlich unterstützen, um ihnen das Studium zu erleichtern.” So können sie an den zum Klinikum gehörenden Krankenhäusern Salzwedel oder Gardelegen unter anderem ihre Famulatur absolvieren oder sich von Fachärzten Ratschläge und Tipps holen.

Sollten die Studenten ihre Facharztausbildung allerdings nicht an den beiden Kliniken beginnen, müssen sie das Geld zurückzahlen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Depressionsrisiken. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »