Ärzte Zeitung, 18.02.2010

Uniklinik in Kiel erzielt 2009 positives Ergebnis

KIEL (di). Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) hat im Geschäftsjahr 2009 seine Wachstums- und Ergebnisziele erfüllt und teilweise übertroffen - erzielt aber weiterhin ein Minus. Die Einnahmen betrugen im vergangenen Jahr statt der erwarteten 670 Millionen Euro rund 714 Millionen Euro.

Dies gelang in erster Linie durch Teilprivatisierungen einzelner Unternehmensbereiche. Außerdem wurde die geplante Zahl von 355 000 stationären und ambulanten Behandlungen leicht übertroffen, auch die Schweregrade waren höher als angenommen. Damit stiegen auch die Einnahmen. Dennoch konnte das UK S-H nicht seine Ausgaben decken. Das Defizit wird voraussichtlich rund 4,3 Millionen Euro betragen.

Das Uniklinikum leidet wie alle Häuser im Norden unter dem niedrigen Landesbasisfallwert. Nach Unternehmensangaben hätte das Haus an einem bayerischen Standort wegen der besseren Honorierung dort für die identischen Leistungen 21 Millionen Euro mehr eingenommen.

Das UK S-H will laut Sanierungsplan im laufenden Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Wegen gestiegener Kosten wird das Erreichen dieses Ziel bereits öffentlich in Frage gestellt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »